(T)Error

der „Schrecken“ versucht, allgegenwärtig zu sein, in unserem Leben, unserem Alltag. Verglichen mit der Weltbevölkerung sind es wenige. Die ihr eigenes Leben wegwerfen im Namen fragwürdiger Ideen. Es sterben täglich Menschen. Laut Statistiken weltweit 150000- 200000. Manche nach einem vollendeten Leben- eines natürlichen Todes. Manche durch Krankheiten. Manche bei Unfällen. Viele, viel zu viele, aufgrund von schlechten Lebensbedingungen. Und einige durch Gewalt.

Auch durch terroristische Gewalt. Deren Ziel selten das Individuum ist. Gewalt, die eigentlich nur Macht ausüben will, oder anderen zur Macht verhelfen. Dies ist kein Trost. Im Gegenteil. Denn die Gruppe der Andersdenkenden soll zerstreut werden, geschwächt. Einzelne Glieder werden durch brutale Akte herausgerissen. Willkürlich. Manches wird geplant, aber wer die Opfer sind bleibt dem Zufall überlassen. Kind oder Greis. Leben vollendet oder gerade dabei, es zu beginnen. Die Zurückbleibenden sollen Angst und Entsetzen spüren. Je mehr Schmerz sie empfinden, desto größer die Lähmung der Gruppe. Und desto größer der Triumph der Anhänger dieser Gewalttaten.

Nah verwandt mit dem Wort Terror ist ein anderes: Error. Von lateinisch: „errare“, irren. Es wird nichts besser durch die kleine Gruppe der Terror-Ausüber, auch wenn sie sich das einreden lassen. Sie irren. Sie sterben. Lassen ihre Familien in ähnlicher Trauer zurück, wie sie die Familien der Opfer erleben. Selbst wenn sie kurzen Ruhm bei ihren Anhängern erlangen. Es wird weltweit nichts besser durch ihre Taten. Im Gegenteil.

Eine Gesellschaft, die in Frieden lebt, hat gute Voraussetzungen, sich zu entfalten. Während eine von Terrorakten verunsicherte einen großen Teil ihrer Energie in die Verhinderung solcher Angriffe stecken wird. Also in die Aufrüstung und Abschottung. Energie und materielle Mittel fließen in diesen Kanal, anstatt für die Verbesserung der Lebensbedingungen weltweit zur Verfügung zu stehen. Ausschließlich Rüstungskonzerne profitieren vom Terror und der Angst, die er hervorruft. Terror provoziert Machtdemonstrationen und zerstört in den Ziel-Gesellschaften jegliche Bereitschaft sich mit der Ideologie, die er verbreiten will, auseinanderzusetzen oder ihr offen zu begegnen. Nicht selten wird durch Terror eine kriegerische Agression in Richtung Tätergesellschaft ausgelöst. Nur Zerstörung und Narben bleiben. In Täter- wie Opfergesellschaften. „Terror“, im Nachhall bleibt davon nur „Error“.

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