Endlich Regen

Tiefe Risse in der Erde des kleinen Blumenbeetes-
viele Samenkörner gar nicht erst aufgegangen.
Auf der Wetterkarte wird die durchschnittliche
Regenmenge des Frühjahrs angezeigt-
man spricht bereits von „Dürre“-
untypisch eigentlich für ein Frühjahr
in Deutschland, aber nicht mehr
beispiellos, schon vor zwei Jahren
wurde um die Pflanzen gefürchtet.

Geringe Niederschläge im Winter- und Mitte April
herrscht schon in manchen Regionen Waldbrandgefahr.
Die südhessischen Spargelbauern bewässern
künstlich- sonst würde das begehrte Gemüse
vermutlich nicht mehr aphrodisierend sondern
mickrig und schrumpelig daherkommen.

Staubig verkrustet die parkenden Autos.
eine grüngelbe Schicht aus Pollen ist von den Bäumen
auf sie herabgerieselt und macht die Autolacke stumpf.
Autoliebhaber haben die Frequenz
ihrer Waschstraßenbesuche verdoppelt.

Mehrfach zogen schon Wolkenwände über
das Land- aber sie behielten ihre
lebensspendende Fracht für sich.
Jetzt endlich gibt es mehr als nur ein paar
dürftige Tropfen von oben, es reicht
für eine Haarwäsche und nasse Jeans.

Eine Stunde später sind die und die
Pflastersteine draußen wieder getrocknet.
Laut US-Klimaforschungsinstitut NCAR
(National Center for Atmospheric Research)
werden in 30 Jahren nie da gewesene
Dürrekatastrophen eintreten und nur rund
ein Jahrzehnt später, im Jahr 2060
soll auch Deutschland von andauernder
Trockenheit betroffen sein. Viele von uns
werden das wohl noch erleben.

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